Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Sonntagsantwort

Sonntagsantwort - Nr. 5

Schnell noch die Sonntagsantwort, bevor der Sonntag wieder rum ist ;-) Ich habe letzte Woche gefragt: "Wie oft bist du schon umgezogen?"

Ich bin verhältnismäßig oft in meinem Leben umgezogen. Ich war immer der Meinung, dass ich die Dinge nur selbst ändern kann, wenn ich an einem Ort nicht glücklich bin - aus welchen Gründen auch immer. Niemand anderes ist dafür verantwortlich. Ich beginne am besten von vorn: Mit 16 bin ich bereits daheim ausgezogen, weil das der einzige Ausweg für mich war. Ich zog im selben Haus in die gerade frei gewordene kleine Dachwohnung. Das war jedoch nicht weit genug weg, daher blieb ich da nicht lang. Die Chefin meines Ausbildungsbetriebes verhalf mir dann zu einer Wohnung im Dorf, in dem die Firma war. Dieser Frau bin ich heute noch unendlich dankbar für alle Unterstützung damals. Nach meiner Ausbildung bin ich zurück in die heimatliche Kleinstadt gezogen (allerdings ans andere Ende). Aber letzten Endes konnte es nicht anders sein: Ich habe alle meine Zelte und fast alle Brücken hinter mir abgebrochen und habe 500 km zwischen mich und meinen Heimatort in Sachsen gebracht.

Nach meinem vierten Umzug fand ich mich also in Hessen wieder. Ich lebte zwei Jahre in einer Betriebswohnung. Allerdings fand die Inhaberfamilie des Betriebes, sie dürften auch das Privatleben ihrer Angestellten steuern. So hatten die Angestellten nicht zu rauchen und keinen Alkohol zu trinken. Also so grundsätzlich. Ein Rauchverbot in der Wohnung wäre ja ok gewesen. Ich persönlich fand das eher lustig. Lustig waren auch die durchgequatschten Nächte mit Wein und vielen Zigaretten mit der Freundin auf der versteckten Bank im Park ;-) Naja, wechselte Arbeitgeber und die Wohnung zum fünften Mal, blieb aber noch in Hessen.

Der sechste Wohnungswechsel führte mich dann nach hierher Rheinland-Pfalz, der siebte Umzug in die erste gemeinsame Wohnung mit dem heutigen weltbesten Ehemann, der achte Umzug führte uns gemeinsam in unser Häuschen. Und was mir gerade erst einleuchtet: mit dem Mann bilde ich nun am längsten überhaupt zusammen. Und es fühlt sich toll an!

Also acht Umzüge :-)
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Wir freuen uns über alle, die sich dieser Frage anschließen. Es muss auch nicht heute sein. Wir lesen auch Montags- oder Dienstagsantworten ;-) Antworten könnte ihr in euren Blogs oder in den Kommentaren bei Christa oder bei mir, wenn ihr keinen Blog habt. Bei weiteren Fragen zum Projekt verweise ich an dieser Stelle wieder auf den ersten Beitrag dazu. Die Frage für den nächsten Sonntag stellt Christa: Was erwartest Du/wünschst Du Dir für Deine Zukunft?  

FacettenReich 24.03.2019, 22.50 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Früheste Kindheitserinnerungen...

Ich bin noch die Sonntagsantwort Nr. 4 schuldig. Sie fiel mir nicht ganz leicht. Also dann...

Ich wollte "kurz" ein bestimmtes Foto dazu suchen, das ich irgendwie im Sinn hatte. Ich bin dann sehr lange in einem sehr unsortiertem Stapel sehr alter Bilder untergetaucht - und was soll ich sagen - das war nicht meine allerschlaueste Idee... Und eine Überraschung vorweg: dieses eine bestimmte Foto existiert wohl nur in meinem Kopf.

Die Fotos hatten meine Brüder an Weihnachten mitgebracht. Letzte Relikte aus längst vergangenen Zeiten. Eine Plastiktüte. Auch in der Tüte der modrige Nikotingeruch, den ich aus der Wohnung meiner Mutter in Erinnerung habe. Die Bilder sind nicht sehr brauchbar. Zum großen Teil sind sie aus verschiedenen Gründen einfach nur peinlich. Aber es waren tatsächlich auch ein paar Schnappschüsse darunter von Momenten, die doch ganz schön waren. Das war eine gute Erkenntnis. Wenn man seine Kindheit eher in schlechter Erinnerung hat, neigt man gern dazu, alles schlecht zu sehen. Deshalb war es ganz gut, so ein paar einzelne Glücksmomente aus dieser Plastiktüte fischen zu können. Sie sollten viel wichtiger sein...

Aber nun zur eigentlichen Frage. Was ist nun meine früheste Kindheitserinnerung? Meine allerfrüheste Kindheitserinnerung galt meinem Vater. Er starb, als ich 4 Jahre alt war. Bisher sagte ich immer, ich war 5. Das war wohl falsch sagen die Bilder. Er war sehr krank und hat vor seinem Tod lange Zeit im Krankenhaus verbracht. Man sagte mir, fast zwei Jahre. Deshalb sind meine Erinnerungen an ihn sehr rudimentär. Es war ein Fach-Krankenhaus etwas weiter weg und wir waren nicht mobil. So war damals an Familienbesuche nicht zu denken. Ich erinnere mich an zwei "Urlaube" vom Krankenhaus. Nein, eigentlich nur an Bruchstücke. An kleine Momente nicht länger als ein paar Sekunden, die mein Hirn irgendwie behalten hat. Ich war da zwischen 3 und 4 Jahre alt. Beim ersten Mal machten wir einen Ausflug in den Zoo Dresden. Dass es der Zoo Dresden war, weiß ich nur von einem Foto. Ich glaube, dass er mir dort eigentlich mehr mit auf den Weg geben wollte. Er kam aus Dresden, war Maurer und auf dem Foto steht er sehr vielsagend an einem "Hier entsteht irgendein Gehege - Schild". Ich mutmaße, er hat dort mitgebaut. In meiner Erinnerung sehe ich keinen Zoo und kein einziges Tier. Auch kein Schild. Ich sitze nur auf seinen Schultern... Der zweite "Urlaub" fand zu Hause statt. Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Es war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe. Ich habe ihn umarmt und es hat ihm weh getan... 


Ich wollte das hier nicht so ganz ohne Foto lassen. Hier bin ich vor seiner Krankheit mit ihm in unserem Garten. Und ich wünschte, ich könnte mich daran erinnern...

FacettenReich 19.03.2019, 09.40 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sonntagsantwort - Nr. 4

Hm... Christa hat letzten Sonntag die Frage für heute gestellt: An welches früheste Ereignis aus deiner Kindheit erinnerst du dich? Diese Frage hat mich vor eine große Herausforderung gestellt. Dafür galt es tief zu graben in einer Zeit, die ich lange lieber verdrängt habe. Ich wusste zwar sofort, welches Ereignis das ist, aber die Formulierung ist schwierig. Daher verschiebe ich ausnahmsweise mal auf morgen. Die Gedanken dazu im Kopf wollen heute einfach kein getippter Text mehr werden. Und vielleicht finde ich auch noch das Foto dazu. Also von mir kommt dann morgen eine Montagssonntagsantwort... Und wer mehr über das Projekt wissen will, liest hier im ersten Beitrag nach.

Weil es aber heute gilt, schon mal die Frage für nächsten Sonntag zu stellen, kommt sie hier: Wie oft bist du schon umgezogen?

Bis morgen

FacettenReich 17.03.2019, 23.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Sonntagsantwort - Nr. 3

Eigentlich wollten die Kinder heute mit mir schwimmen gehen. Leider war das Schwimmbad wegen eines Wettkampfes geschlossen. Tja, der Wille war da :-)
Jetzt sitzt der Sohn am Laptop und spielt mit seinen Freunden Fortnite. Das Töchterlein hat sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert. Und ich habe draußen notdürftig alles, was ging, vor diesem Sturm gesichert. Was trotzdem rumfliegt, wird später in lustigem nachbarschaftlichem Tauschen zurückgeholt. Zeit, mich mit meinem Kaffee ebenfalls an den Laptop zurückzuziehen und über meine Sonntagsantwort nachzudenken...

Das war meine letzte Frage: Diese Woche geht die närrische Zeit zu Ende. Endlich oder Schade? Und wie hältst du es mit der Fastenzeit, die damit eigentlich beginnt? 

Hier nun meine Antwort: Notgedrungen bin ich in die närrische Zeit stärker involviert, als mir manchmal lieb ist. Ich mag Fasching nicht. Eigentlich. Aber es ist so, dass wir trotzdem eine Familienmitgliedschaft in unserem Faschingsverein hier haben. Das hat verschiedene Gründe, aber hauptsächlich liegt es daran, dass das Töchterlein die vergangenen beiden Kampagnen mitgetanzt hat. Dabei stehen viele verschiedene Termine an. Gardebälle, Ordensfeste, diverse Neujahrsempfänge, der Kinderfasching im Kinderheim, der Auftritt beim Gottesdienst... mir wird das manchmal etwas zu viel. Aber wir sind dazu übergangen, uns das aufzuteilen oder uns aus manchen Veranstaltungen auch einfach rauszuhalten (zum Beispiel durch rücksichtsloses in den Skiurlaub fahren *g*). Aber wie es so ist: am Aschermittwoch war auch dieses Jahr das letzte Treffen des Vereins für diese Kampagne - zum Heringsessen. Der Karneval wurde symbolisch "zu Grabe getragen". Es wurden Fotos geschaut und bewegende Reden gehalten. Und wie jedes Jahr denken wir uns so: eigentlich isses ja ganz schön und ein bisschen "hach". Sollen wir uns nächstes Jahr vielleicht doch mal richtig mit reinhängen? Mal sehen, wie wir das im November sehen. Und es wird sich auch erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob das Töchterlein weiterhin mittanzt...

Seitdem hat sie nun begonnen, die Fastenzeit. Und ja, auch da bin ich dabei. Irgendwie. Allerdings nutze ich sie etwas eigennützig als Vorwand. Sie erleichtert mir nämlich den Wiedereinstieg in die gestern schon erwähnte Diät. Es gibt bei mir nun 7 Wochen keinen Alkohol und keine Süßigkeiten. Statt dem abendlichen Glas Wein gibt es also nun den Lieblingstee aus dem Bioladen. Klitzekleine Ausnahmen sind allenfalls sonntags erlaubt, weil der Sonntag eigentlich sowieso kein Fastentag ist. Aber das auch nur, wenn es sich so ergibt. Vorhin zum Beispiel ergab es sich, dass die Lieblingsnachbarin Himbeertiramisu von ihrer Party gestern übrig hatte. Da ist Alkohol und Zucker drin und ich werde es dann trotzdem probieren. Zum Glück ist Sonntag und zum Glück lässt die heutige Kalorienbilanz das noch zu...

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Wir freuen uns über alle, die sich dieser Frage anschließen. Es muss auch nicht heute sein. Wir lesen auch Montags- oder Dienstagsantworten ;-) Antworten könnte ihr in euren Blogs oder in den Kommentaren bei Christa oder bei mir, wenn ihr keinen Blog habt. Bei weiteren Fragen zum Projekt verweise ich an dieser Stelle wieder auf den ersten Beitrag dazu. Die Frage für den nächsten Sonntag stellt Christa heute Abend. Ich werde sie dann hier als Nachtrag ergänzen.

Bis bald

FacettenReich 10.03.2019, 16.42 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sonntagsantwort - Nr. 2

Es ist Zeit für die zweite Sonntagsantwort - dem gemeinsamen Projekt von Christa und mir. Ich freue mich sehr, dass letzte Woche direkt ein paar von euch mit eingestiegen sind. Späteres oder auch nur sporadisches Mitmachen ist jederzeit möglich. Weitere Infos findet ihr beim Beitrag vom letzten Sonntag.

Christas Frage letzte Woche lautete: Was ist dir eine tägliche Freude?

Nun, das sind eigentlich die Kleinigkeiten des Alltags, die ich endlich wieder sehr genießen kann. Da ist zum Beispiel der erste Kaffee des Tages, den ich fast jeden Morgen bei fast jedem Wetter im Garten trinke. Eine sehr große Freude ist mir neuerdings auch das tägliche Kochen. Was eine neue und endlich gut durchdachte Küche alles machen kann... :-) Und dann ist da noch die abendliche Kuschelrunde mit den Kindern und dem Hund. Den ganzen Tag über macht jeder so seins, dass diese wenige gemeinsame Zeit am Abend wirklich wertvoll ist.

Die neue Frage stelle diese Woche ich. Und aus gegebenem Anlass wüsste ich gern: Diese Woche geht die närrische Zeit zu Ende. Endlich oder Schade? Und wie hältst du es mit der Fastenzeit, die damit eigentlich beginnt? 

Ich bin gespannt!

FacettenReich 03.03.2019, 20.54 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sonntagsantwort - Nr. 1

Die Christa und ich haben was ausgeheckt. Im vergangenen Jahr ist diese Challenge mit den vielen Fragen durch die Blogwelt gegangen. Die Idee an sich fanden wir gut, aber in diesem Ausmaß war das nichts für uns. Trotzdem haben wir uns ein kleines Bisschen davon inspirieren lassen.  Und zwar haben wir uns selbst ein paar Fragen überlegt, über die wir gern mehr erzählen möchten. Weil manche Fragen einfach ein paar Worte und Gedanken mehr wert sind. Jeden Sonntagabend werden wir zwei abwechselnd eine Frage stellen und diese beantworten. Manchmal etwas tiefgründiger, manchmal vielleicht auch ganz oberflächlich. Am Ende der Antwort stellen wir die neue Frage, die dann am nächsten Sonntag beantwortet wird.

Also ganz einfach: Ich frage und antworte heute. Christa greift meine Frage auf und unter ihrer Antwort findet ihr die Frage, die wir nächste Woche Sonntag beantworten möchten. Nächste Woche dann umgekehrt. Wer die Frage auch aufgreifen will, darf dies gern jederzeit tun. Muss auch nicht unbedingt gleich sonntags sein. Aber wir führen keine Teilnahmelisten oder Linklisten oder so. Bitte alles ganz unverkrampft. Wir freuen uns, wenn noch jemand mit einsteigt und auch eine Antwort bloggen möchte - oder in unseren Kommentaren antworten, wer keinen Blog hat. Habe ich was vergessen? Einfach fragen ;-)

Soweit, so gut. Hier nun die erste Frage: 

Was wolltest du mal werden und hat`s geklappt?

Mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz war ich damals mit 15 recht alleine. Aber ich hatte Träume. Ich wollte unbedingt mit Pferden arbeiten und habe mich an so ziemlich jedem Gestüt Deutschlands beworben. Ich wäre dafür überall hingezogen. Und nein, es hat nicht geklappt. Ich hatte nur meine in der Freizeit erworbenen Kenntnisse. Bevorzugt wurden natürlich Jugendliche mit entsprechend fortgeschrittener reiterlicher Ausbildung. So etwas konnte ich nicht nachweisen. Also hagelte es Absagen. Ich nahm dann den Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau, der sich irgendwie zufällig bot. Für Träume ist ja später noch Zeit.

Später war nie mehr Zeit für solche Träume. Ich saß in verschiedenen Büros und zeitweise verkaufte ich Fliesen und später auch mal eine Weile Elektrogeräte. Per Abendschule kam noch ein Betriebswirt dazu, den ich aber nicht mehr nutzte. Heute arbeite ich nur noch von zu Hause aus und größtenteils ehrenamtlich. Der Traum aus der Jugendzeit war hübsch, aber ist vorbei. Und das ist auch gut so. Ich arbeite heute ehrenamtlich für unsere Kirchengemeinde und das mag ich sehr. Aber der Plan ist, in den nächsten 3 Jahren wieder richtig ins Berufsleben einzusteigen. Mal sehen :-)

(Foto: pixabay.com)

Bis bald

FacettenReich 24.02.2019, 19.59 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL

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